Archiv der Kategorie '(kritische) Sozialarbeit'

Arbeitskreis Kritische S/soziale Arbeit

Nochmal ich!
Nachdem Frank Bettinger ja im Dezember in der ASFH war und es Bestrebungen gab, einen Arbeitskreis für Kritische Soziale Arbeit in Berlin zu gründen, wollte ich an dieser Stelle nochmal die Mail von Jens posten und an den Termin erinnern:

„im Anschluss an die Vortragsveranstaltung in der ASFH im Dezember, treffen wir uns am 29.01.2009, um in die Diskussion darüber einzusteigen, wie eine kritische soziale Arbeit im regionalen Kontext Berlin praktisch werden kann.
Angedacht ist neben einem kurzem Überblick über den Ablauf des Abends, eine Vorstellungsrunde, bei der Motivation, Interessenschwerpunkte und ggf. Formate der Umsetzung der/ des Einzelnen in die Runde getragen werden können und sollen.
Die Sondierung der einzelnen und sicherlich vielfältigen Interessen wird an diesem Abend im Vordergrund stehen.
Ebenso geht es um die ‚‘Äußerung'‘ der Interessen – wie sollen welche Interessensschwerpunkte thematisiert und in welchem Rahmen realisiert werden, wer soll primär Empfänger sein, wer übernimmt die Thematisierung und welche Form der Auseinandersetzung ist denkbar?

Wir freuen uns auf einen regen Austausch und treffen uns am:

Donnerstag, 29.01.2009,
um 20 Uhr,
in der ‚‘K9′‘ (Kinzigstr. 9, 10247 Bln.) in Friedrichshain.“

E-Mail

Hallo zusammen!

Habe gerade festgestellt, dass wir ne Mail bekommen haben, die vielleicht den einen oder die andere interessieren könnte.

Abstract:
Diese Arbeit ist eine im Hinblick auf die faktische Dominanz des neoliberalen Kapitalismus über alle Gesellschaftsteile dringend erforderliche Neupositionierung Sozialer Arbeit. Diese politisierende Soziale Arbeit wird durch das kausale Forschungsdesign in Form eines Experimentes, geleitet durch den „Systematic Review“, begründet.

Soziale Arbeit muss in einer sich manipuliert durch den neoliberalen Kapitalismus wandelnden Gesellschaft politisieren, um arbeitsfähig zu werden und zu bleiben. Dazu werden auf den deutschen Kontext neu angepasste Techniken und Instrumente durch die Betrachtung der Geschichte Sozialer Arbeit und insbesondere radikaler Arbeitsansätze, dem Vergleich von gegenwärtiger Gemeinwesenarbeit mit einer neuen Denkweise Sozialer Arbeit, dem transnationalen sozialräumlichen Arbeiten aus sozialer Entwicklungs- und agency-Perspektive, in Rückkopplung zu durch den technischen Fortschritt entstandenen neuen Möglichkeiten entwickelt. Eine neu angepasste Technik ist die politische Alphabetisierung, deren Grundlage die critical hybrid theory ist. Die politisierende Funktion Sozialer Arbeit wird durch die Herausarbeitung der Vorteile von bottom-up-Problemdefinitionen, der Bestätigung des von Bourdieu formulierten Regressionsverbots, dem abgelegten doppelten Mandat sowie der Erweiterung der Vision soziale Entwicklung im Hinblick auf deren universellen Anspruch ermöglicht.

Durch die theoretische Ausrichtung dieser Arbeit und der unerträglichen Ausgestaltung des neoliberalen Kapitalismus sowie seiner Auswirkungen auf den einzelnen Menschen und die Gesellschaft werden zudem Anregungen gegeben, die in dieser Arbeit begründete politisierende Soziale Arbeit direkt für die praktische Arbeit verfügbar zu machen.

Dazu wird anhand von zwei Beispielen, dem mediaspree-Projekt in Berlin Friedrichshain-Kreuzberg sowie der neoliberalen Arbeitsmarktreform Arbeitslosengeld II, dargestellt, wie eine politisierende Soziale Arbeit sich selbständig Handlungsaufträge verschaffen kann. Darauf folgend wird der im Untertitel erwähnte Teil 1 dieser Arbeit als theoretische Basis mit Anregungen für die Praxis durch eine kurze Vorbereitung des Teil 2 ergänzt — wobei Vorbereitung bedeutet, der geneigten Leser/-in die Umsetzung des Teil 2 selbst zu ermöglichen.

„Soziale Arbeit — re-loaded & re-arranged“
von Christoph Heinrich
Herausgabedatum: 2008

Zielgruppe:
Auszubildende / Studierende, Ehrenamtlich Tätige, Hauptberufliche Fachkräfte, Multiplikatoren / Medien

DOWNLOAD: Soziale Arbeit re-loaded & re-arranged

Bitte alle lesen!

Ich möchte Euch alle bitten, den nachfolgenden Link zu öffnen und den Text bis zum 22. Januar zu lesen!
Dieser Text ist für den Anti-Psychiatrie-Vortrag, welcher am 22. Januar im Rahmen der Präsentation unserer Dekonstruktions-Gruppe gehalten wird.
LG Torsten

Link:
\"Fit für den Markt\"

Normalisierung in Theorie und Praxis

Zu unserer Präsentation „Normalisierung in Theorie und Praxis“ hier noch der versprochene Zeitungsausschnitt und ein paar Lieraturtips zum Vertiefen, Weiterlesen…

https://greenpeace-energy.net:9100/Session/48945-In3L37PGZVYogsZAiu3E/MessagePart/INBOX/538-03-B/Literaturempfehlungen%20zur%20Pr%C3%A4sentation%20am%2018.12.08.doc

https://greenpeace-energy.net:9100/Session/48945-In3L37PGZVYogsZAiu3E/MessagePart/INBOX/538-02-B/Taz%20Artikel%20vom%2016.12.08.doc

Der Vortrag von Frank Bettinger

Als Hörspiel für alle!

Mit dem Input von Jens:

http://undergroundgallery-berlin.de/div/Frank_Bettinger_ASFH_11-12-2008.mp3

Ohne:

http://undergroundgallery-berlin.de/div/bettinger.mp3

LG,
Tanja

Wie politisch ist soziale Arbeit (heute)?

Wie politisch ist soziale Arbeit (heute)?
Vortrag von und anschließende Diskussion mit:

Frank Bettinger

11.12.2008 – 15.30 Uhr
Audimax der Alice-Salomon-Hochschule, Alice-Salomon-Platz 5, 12627 Berlin

Ist Soziale Arbeit kritisch; fähig, soziale Ungleichheiten zu hinterfragen? Hat sie ein politisches Mandat? Ist sie in der Lage, sich über den Anwendungsbereich der praktischen Arbeit im Feld hinaus zu emanzipieren?

Fragen, deren Antwort in Anbetracht des neoliberal inspirierten Wandels Sozialer Arbeit (Ressourcenoptimierung, Case- und Qualitätsmanagement, Contracting, Controlling, etc.) möglicherweise eher verneint als bejaht werden. Zumal der Tendenz einer Regulationspro-fession, die irritierende Selbstzuschreibung einer Menschenrechtsprofession entgegensteht.

Die gesellschaftlichen Verhältnisse und ihre je individuellen Auswirkungen die sozial-arbeiterisches Engagement einfordern, sind konstitutiv für eine Profession, die sich zum Ziel erklärt, Missstände aufzuweichen, auszugleichen und bestenfalls aufzuheben. Dies verlangt jedoch nach einer Profession, die sich reflexiv und kritisch mit den Gegenständen ihrer Arbeit auseinanderzusetzen vermag, um ihren Ansprüchen in der Praxis gerecht werden zu können. Dies verlangt aber auch nach einer selbstbewussten Fähigkeit, Kritik an den bestehenden – Ungleichheit produzierenden – Verhältnissen zu formen und zu artikulieren; sowie der Fähigkeit, die eigene Profession im Hinblick auf die Affirmation der Verhältnisse zu hinterfragen.
Soziale Arbeit in Lehre, Theorie und Praxis fordert einen selbstbewussten und kritischen Umgang mit diesem Rahmen. Restriktion und repressive Vorgaben – auch aus den eigenen Reihen – sollten ihre Akteur_innen in Anbetracht der Selbstzuschreibung, Menschen-rechtsprofession zu sein, nicht unhinterfragt zulassen.
Soziale Arbeit bedeutet soziales Engagement, dies kann jedoch nicht auf den Bereich des Privaten beschränkt bleiben, sondern schließt »ebenso« politische, d.h. emanzipative Stellungnahmen zu gesellschaftlichen Widersprüchen ein, um die Lebensverhältnisse ihrer Nutzer_innen aber auch im eigenen Interesse (Stichwort: ‚‘Burn-Out'‘) zu verbessern.

Frank Bettinger vom ‚Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit‘ ist eingeladen, über Perspektiven kritischer Sozialer Arbeit zu berichten.
Zur Debatte steht ebenso die Konstituierung einer Regionalgruppe des Arbeitskreises.
(Informationen über den Arbeitskreis unter http://kritische-soziale-arbeit.info)