Archiv der Kategorie 'Feminismus'

GENDER HAPPENING

„Love me Gender – Gender is Happening“

Unter dem Slogan „Love me Gender – Gender is Happening“ veranstaltet das Gunda-Werner-Institut in der Heinrich-Böll-Stiftung ein Gender Festival, das zeigt: Geschlecht passiert – selbstverständlich, jederzeit und überall.
Berufs-PolitikerInnen und JuristInnen werden diskutieren, wie sie die deutsche Verfassung umschreiben wollen und welche Spielräume die derzeitige Gesetzeslage für queere Lebensstile bereithält oder verwehrt. Panels thematisieren die Generation der „Neuen Väter“, fragen nach „Bewegten Männern aus Ost und West“ – und entstauben „Feminismus“.
Zu den rund 70 Workshops, Diskussionen, Vorträgen, Ausstellungen, Kunstexpertimenten und Lesungen werden über 1.000 TeilnehmerInnen und ReferentInnen aus aller Welt erwartet: darunter FilmemacherInnen aus Nahost, AktivistInnen aus Afrika sowie FrauenrechtlerInnen und KünstlerInnen aus Europa.
Ziel des Gender Happenings ist es, historische, juristische, kulturelle, literarische oder politische Betrachtungen mit neuesten Forschungsergebnissen zum Thema Gender und alltäglichen Handlungsweisen zu verbinden.
Programm und Informationen zum Gender Happening

Unter anderem spricht: Nira Yuval-Davis („Gender and Nation“).

Postkoloniale feministische und queere Kritik im deutschen Kontext

Zwischen den Räumen?
Postkoloniale feministische und queere Kritik im deutschen Kontext

Diskussionsveranstaltung, 30.05.2008, um 19:00 Uhr

Leipzig
Universität Leipzig, GWZ, Raum 20.10
Beethovenstr. 15

Vortrag und Diskussion mit María do Mar Castro Varela und Nikita Dhawan

Postkoloniale Theorie gilt als ein komplexes Theoriefeld, welches sich insbesondere für die Wirkmächtigkeit kolonialer Diskurse auf aktuelle sozio-politische und ökonomische Entwicklungen interessiert. Die Feministische Kritik richtet dabei ihr Augenmerk ausdrücklich auf die Situation von Frauen in post-kolonialen Gesellschaften. Ihre VertreterInnen stellen dabei essentialistische Kategoriebildungen wie Geschlecht und Race in Frage und betonen gleichzeitig die Notwendigkeit der Politisierung der differenten Subjektpositionierungen als Voraussetzung eines gemeinsamen feministischen Handelns, wie auch die Bedeutung des Bewusstseins um die jeweils eigene Verwobenheit in gesellschaftliche Machtstrukturen.

In ihrem Vortrag führen María do Mar Castro Varela und Nikita Dhawan in die feministische postkoloniale Kritik im deutschen Kontext ein und beziehen anhand der deutschen Debatten um kopftuchtragende Frauen, Zwangsverheiratungen und Ehrenmorde Position im Spannungsfeld antirassistischer, feministischer und queerer Gesellschaftskritik.

Veranstaltung im Rahmen der Reihe „When Worst comes to Worst“