Archiv der Kategorie 'Diskriminierung'

‚Residenzpflicht – Invisible Borders‘

AUSTELLUNG IN FRIEDRICHSHAIN : Residenzpflicht – Invisible Borders

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Programm

Raumerweiterungshalle, Markgrafendamm 24, 10245 Berlin-Friedrichshain [S-Bhf: OSTKREUZ]

Die Raumerweiterungshalle/ Selbstuniversität e.V. freut sich anzukündigen, dass am Donnerstag, den 18.06. um 19:30 Uhr, Philipp Kuebart seine Ausstellung ‚Residenzpflicht – Invisible Borders‘ bei uns eröffnen wird.

Für Flüchtlinge im Asylverfahren oder mit Status der Duldung existieren in Deutschland an alltäglichen Orten unsichtbare Grenzen. Sie dürfen sich z.B. aufgrund der sogenannten „Residenzpflicht“ nur innerhalb eines ihnen zugewiesenen Bereiches bewegen. Gleichzeitig werden sie verpflichtet, in Flüchtlingsheimen und -lagern oft am Rande oder außerhalb von Siedlungsgebieten zu wohnen.
Gutscheinsysteme statt Bargeldleistungen, aber auch Personenkontrollen von als „fremd“ wahrgenommenen Menschen an Bahnhöfen und in Zügen führen zur Markierung von Flüchtlingen und tragen zur gesellschaftlichen Isolation bei.
Die Ausstellung ›Residenzpflicht — Invisible Borders‹ dokumentiert anhand von Modellen, Plänen, Texten, Fotografien und einem kurzen Film die dabei produzierte Geografie mehrfacher Einsperrung und Ausgrenzung, die durch sie verursachte Raumwahrnehmung aber auch Strategien des Widerstands.

Die Ausstellung ist geöffnet vom 18. Juni bis 5. Juli 2009.
Montags bis Freitags 14 – 20 Uhr, samstags und sonntags 12 – 20 Uhr

Migrant_innen im Film

Filmische Darstellungen von Migrant_innen gehen in die Auseinandersetzungen um das Phänomen Migration ein. Zugleich sind sie selbst durch gesellschaftliche Bedingungen beinflusst.

Mit der Filmreihe İMAJİNASYON wollen wir sechs Annäherungen an das Thema Migration in der BRD vorstellen.

Im Anschluss an die Filmvorführungen findet an jedem Abend eine offene Diskussionsrunde mit einer/einem eingeladenen Expert_in statt.

Programm

Re/Positionierung

Die Diskussionsreihe (Januar – Juni 200) beleuchtet die Themen Identität und Positionalität im und jenseits des Kunstbetriebes in Deutschland und findet in NGBK Berlin statt.

Programm

Diskriminierungsschutz ist nicht teilbar!

Diskriminierungsschutz ist nicht teilbar!
Der Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd) spricht sich für eine zielgruppenübergreifende EG-Gleichbehandlungsrichtlinie im Zivilrecht aus

Ausdrücklich begrüßt der Antidiskriminierungsverband Deutschland den Entwurf der EU-Kommission für eine Richtlinie, die nun auch Menschen, die wegen ihres Alters, ihrer Religion, ihres Geschlechts, wegen einer Behinderung oder ihrer sexuellen Identität im privaten Geschäftsverkehr diskriminiert werden, schützen soll.

Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Frau Dr. Köppen, warnte gestern in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) vor schärferen Diskriminierungsregeln, die ihrer Auffassung zufolge ein Schlag für die deutsche Wirtschaft bedeuten würde. Mit dieser erneuten öffentlichen Entgleisung signalisiert Frau Dr.
Köppen insbesondere von Diskriminierung Betroffenen, dass sie gar kein Interesse daran hat, in Deutschland einen tatsächlich umfassenden Diskriminierungsschutz zu etablieren. Seit ihrem Amtsantritt plädiert und engagiert sie sich ausschließlich für die Wirtschaftsverbände und deren Interessen.

Aufs Schärfste verurteilt der advd diese Haltung von Frau Dr. Köppen. Er fordert die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes auf, statt die menschenrechtlichen Grundbestimmungen der EG-Gleichbehandlungsrichtlinien zu blockieren, sich innerhalb der CDU/CSU und der Wirtschaft für einen umfassenden Diskriminierungsschutz stark zu machen. Diskriminierungsschutz ist nicht teilbar!

Als advd stellen wir uns auf die Seite der Betroffenen: Beim Schutz vor Diskriminierung bei Abschluss von Versicherungen, beim Zugang zu Diskotheken oder der Anmietung einer Wohnung darf es keine Hierarchie geben.

Kontakt:
Banu Bambal, ADB Köln/Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V.
Tel.: 0221 510 18 47

Hartmut Reiners, Anti-Rassismus Informations-Centrum, ARIC-NRW e.V.
Tel.: 0203 28 48 73

AntiDiskriminierungsBüro (ADB) Köln/
Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V.
Keupstr. 93 51063 Köln
Tel.: 0221 510 18 47
Fax.: 0221 952 11 26
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