Archiv für Oktober 2008

The Colonial Modern

Ich poste einfach nochmal die Mail, die Maria schon rumgeschickt hat, weil ich nochmal darauf angesprochen wurde:

THE COLONIAL MODERN

Internationale Konferenz
vom 23. bis 25. Oktober 2008

Beginn: am 23.10. 2008, um 18 h,

im Haus der Kulturen der Welt, John-Foster- Dulles- Allee 10, 10557 Berlin

Die Konferenz The Colonial Modern ist Teil des Projekts IN DER WÜSTE DER MODERNE, das die verschränkten Geschichten der modernen Architektur und urbanen Planung Europas und der europäischen Bauprojekte im kolonialen Nordafrika nachzeichnet und damit die Ambivalenzen zwischen kolonialer Herrschaft und den Utopien der Moderne.

In der Nachkriegsmoderne hatten Architekturen und Stadtentwürfe einen hohen symbolischen Wert. Sie standen nicht nur für das ästhetische Projekt der Moderne, sondern auch für soziale Modernität und Aufbruch in eine neue Gesellschaft, deren Machbarkeit undPlanbarkeit sie buchstäblich repräsentierten. Diese Zeichenfunktion der Siedlungsarchitektur war allerdings, so eine der Ausgangsthesen der Konferenz,in ein Konfliktfeld eingebettet. Denn in die Architektur der 1950er- und1960er-Jahre flossen zum einen bevölkerungspolitische Strategien ein, wie sie im kolonialen Kontext erprobt wurden. Zum anderen versuchten die Architekten, die Erfahrung der Dekolonisierung in ihre Planungen einzubeziehen. Sie taten dies, indem sie die als vormodern apostrophierten Lebensweisen mit dem Projekt der Moderne zu einer neuen, anderen Moderne synthetisierten.

Die Konferenz The Colonial Modern setzt an diesen Fluchtlinien an. In ihrem Mittelpunkt steht das Verhältnis zwischen dem ästhetischen Regime der Moderne einerseits und dem Projekt der Modernisierung andererseits. Im Kontext des Kolonialismus tritt die Verschränkung dieser beiden Ebenen deutlich hervor. Dass diese Verschränkung spannungsgeladen ist, wird durch die zahlreichen Konflikte und Aushandlungen um Modernität deutlich,die auch die Ausstellung IN DER WÜSTE DER MODERNE zeigt. Das Interesse daran ist kein rein historisches: Welche Schlussfolgerungen können daraus für aktuelle sowohl kulturelle, wissenschaftliche als auch politische Probleme gezogen werden?

Vortragende

Nezar AlSayyad, Architekt undStadtplaner, Berkeley / Kader Attia, Künstler, Paris/Berlin / Monique Eleb,Psychologin und Soziologin, École dArchitecture Paris-Malaquais / Jyoti Hosagrahar,Expertin der UNESCO für historische Städte / Christian Kravagna,Kunsthistoriker, Akademie für bildende Künste Wien / Kobena Mercer, Experte fürVisual Arts of the Black Diaspora / Valentin Y. Mudimbe, Professor fürLiteratur, Duke University / Joe Nasr, Experte für Stadtplanung, RyersonUniversity, Kanada / Peter Osborne, Direktor Center for Research in ModernEuropean Philosophy, London / Sven-Olov Wallenstein, Chefredakteur vonSite

Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos. Das detaillierte Programm finden Sie unter: http://www.hkw.de/de/programm2008/wueste_der_moderne/veranstaltungen_20465/Veranstaltungsdetail_1_26109.php

-> Veranstaltungshinweis <-

21.10.2008, Berlin

Hirschfeld-Eddy-Stiftung in Kooperation mit dem FDCL

Zeit: Dienstag, 21. Oktober 2008, 19:00 Uhr
Ort: Versammlungsraum im Mehringhof
Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin (U6/U7 Mehringdamm)

Sexuelle Vielfalt in Kolumbien und Nicaragua

Lesbisch-schwul-trans*-bi-und intersexuelle Lebensweisen als Menschenrecht

Vortrag und Diskussion (Spanisch und Deutsch) mit:

Olga Patricia Llano Obando,

Asociación de Mujeres que aman Mujeres (AMAM), Medellín/Kolumbien

Ebén Díaz,

Red de Diversidad Sexual, Managua/Nicaragua

Renate Rampf,

Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD)/Hirschfeld-Eddy-Stiftung, Berlin

Sebastian Henning (Moderation),

Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL), Berlin

Kolumbien und Nicaragua sind besonders stark von der Erfahrung innergesellschaftlicher Gewalt geprägt. Welche Ansätze gibt es, in diesem Kontext den Respekt vor sexueller Vielfalt zu erkämpfen? Die Referent_innen berichten über die Situation von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen, Transvestiten, Transgendern und Intersexuellen (LGBTTTI) in ihren Ländern. Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung erläutert Möglichkeiten der transnationalen Kooperation in diesem Bereich. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und zu diskutieren.

das sich dekonstruierende Blog

Keine Ahnung, warum da drüben auf der rechten Seite das Menü fehlt. Ich arbeite dran. Bis ich es herausgefunden habe, müsst ihr ganz nach unten scrollen.