Archiv für Juni 2008

Wissenschaftstheorie – 03.07.2008

Hier die Kurzpräsentationen unter Kommentare ablegen.

Zur Vorbereitung auf die Session mit Nikita Dhawan könnt ihr folgenden Text lesen:

Theory of Knowledge

Seyla Benhabib

Zu Seyla Benhabib: Kulturelle Vielfalt und demokratische Gleichheit. Politische Partizipation im Zeitalter der Globalisierung

Judith Butler in Potsdam

Vortrag:

Vortrag: „Verwundbarkeit und Überlebensfähigkeit – Krieg und politische Affekte“

20.06.2008 18:00 Uni Potsdam

http://www.uni-potsdam.de/ethik-aesthetik/index.html

Ich weiß nicht ob es geht dort einfach vorbeizuschauen aber ein Versuch ist es wert…

Login-Problem im Internbereich

Hallo zusammen,

es gibt zur Zeit Schwierigkeiten sich im Intern-Bereich einzuloggen, das Problem liegt am Webserver und damit ausnahmsweise nicht bei mir ;) . Ich habe schon den Support Service von Blogsport angeschrieben und hoffe, dass das Problem bald behoben werden kann.

demo wg übergriff aufm heinrichplatz

> Hallo,
>>
>> leider ist es heute morgen früh nach der Drag Festival-Party im SO
>> 36 zu einem Überfall auf 7 Gäste des Drag Festivals Berlin gekommen!
>>
>> Indiymedia schreibt: „In der Nacht vom 07. zum 08. fand das
>> Dragfestival im SO36 statt. Als die letzten Gäste gingen und das
>> SO36 schon am schliessen war, wurde eine Gruppe Frauen/Lesben am
>> Heinrichplatz von mehreren Männern, die aus 3 vorbeifahrenden Autos
>> sprangen, zusammengeschlagen. Einer der Wagen hatte einen Aufkleber
>> der faschistischen „Grauen Wölfe“ am Heck kleben. Die Frauen/Lesben
>> wurden niedergeschlagen und am Boden weitergetreten. Dann sind die
>> Angreifen zurück in die Autos und fuhren weg. Die Betroffenen
>> trugen Verletzungen davon, eine war ca. 5 Minuten bewußtlos.
>> In den letzten Tagen häufen sich verbale und/oder körperliche
>> Angriffe auf homosexuelle/queere/linke Menschen.“ http://
>> de.indymedia.org/2008/06/219458.shtml
>>
>> Wir nehmen diesen Überfall zum Anlass morgen, Montag 09. Juni, um
>> 19h eine Spontandemo mit dem Motto „Smash Homophia!“ zu machen.
>>
>> Startpunkt: Mariannenplatz. Zeit: 19 Uhr.
>>
>> Kommt alle und sagt allen Bescheid!
>>
>> Für mehr Infos bitte die Webpage konsultieren oder per Mail an
>> office@drag-festival.net.
>> _________________________
>> ****Drag Festival Berlin****
>> 5.-8. Juni 2008
>> www.drag-festival.net
>>
>> Oranienstr. 194 10999 Berlin
>> Tel: 030-54785874
>> Cell +49 (0) 176 770 13398
>> office@drag-festival.net

Internet – Telefon

Unter http://www.inwent.org habe ich neuere Daten (von 2001) zu Telefonanschlüsse und Internetzugang weltweit gefunden:

Wer hat Zugang zum Internet?

Gut 85 % aller Internet-Server befinden sich in den G7-Staaten, in denen 11 % der Weltbevölkerung leben. Dagegen stehen in den bevölkerungsreichsten Staaten Asiens, Afrikas und Lateinamerikas – China, Indien, Nigeria und Brasilien –, in denen 43 % der Weltbevölkerung leben, zusammen nur 0,75 % aller Server, wobei allein der Anteil von Brasilien bei 0,62 % liegt. Laut „Bericht zur menschlichen Entwicklung 1999″ des UN-Entwicklungsprogramms (UNDP, www.undp.org) gehören rund 93 % der Internet-Nutzer weltweit zu den reichsten 20 % der Weltbevölkerung, während die ärmsten 20 % auf einen Anteil von nur 0,2 % kommen.

Für einen Anschluss an das Internet braucht man eine Telefonverbindung, einen Computer mit Modem und elektrischen Strom. Die Erfüllung dieser Voraussetzungen – jeder einzelnen und erst recht aller drei zusammen – ist in den armen Ländern, zumal in ländlichen Regionen, die Ausnahme.

Telefon
80 % der Weltbevölkerung haben keinen Telefonanschluss, und in 49 Ländern, davon 35 in Afrika, gibt es weniger als ein Telefon pro hundert Einwohner.

Seminartexte

Die Seminartexte für den 12.06.2008 könnt ihr jetzt auch im Intern-Bereich downloaden!

Paris is burning

Am 05.06. haben wir den Film „Paris is burning“ gesehen, den wir nächste Woche besprechen werden. Texte hierzu findet ihr im Handapparat der Bibliothek (Ordner: „NORMAL“). Die Texte von Judith Butler und bell hooks liegen jeweils auch in deutscher Übersetzung vor. Es muss nur einer der Texte gelesen werden.

Paris Is Burning

USA, 1990
R: Jennie Livingston
D: nicht verfügbar.
OF, 75 min
Dokumentarfilm

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Paris Is Burning is a 1990 documentary film directed by Jennie Livingston. Filmed in the mid-to-late 1980s, it chronicles the ball culture of New York City and the poor, African American and Latino gay and transgendered community involved in it. Many consider Paris Is Burning to be an invaluable documentary of the end of the „Golden Age“ of New York City drag balls, as well as a thoughtful exploration of race, class, and gender in America.[1]
The film explores the elaborately-structured Ball competitions in which contestants, adhering to a very specific category or theme, must „walk“ (much like a fashion model’s runway) and subsequently be judged on criteria including the „realness“ of their drag, the beauty of their clothing and their dancing ability.
Most of the film alternates between footage of balls and interviews with prominent members of the scene, including Pepper LaBeija, Dorian Corey, Anji Xtravaganza, and Willi Ninja. Many of the contestants vying for trophies are representatives of „Houses“ (in the fashion sense, such as „House of Chanel“) that serve as intentional families, social groups, and performance teams. Houses and ball contestants who consistently won in their walks eventually earned a „legendary“ status.
Jennie Livingston, who never went to film school and who spent 7 years making Paris Is Burning, concentrated on interviews with key figures in the ball world, many of whom contribute monologues that shed light on the ball culture as well as on their own personalities. In the film, titles such as „house,“ „mother,“ and „reading“ emphasize how the subculture the film depicts has taken words from the straight and white worlds, and imbued them with alternate meanings, just as the „houses“ serve as surrogate families for young ball-walkers whose sexual orientations have sometimes made acceptance and love within their own families hard to come by.
The film also explores how its subjects dealt with the adversity of racism, homophobia and poverty. For example, some became sex workers, some shoplift clothing, and some were thrown out of their homes by homophobic parents. One was saving money for sex reassignment surgery. Through candid one-on-one interviews the film offers insight into the lives and struggles of its subjects and the strength, pride, and humor they maintain to survive in a „rich, white world.“
Drag is presented as a complex performance of gender, class and race, in which one can express one’s identity, desires and aspirations along many dimensions (see Drag). The African American and Latino community depicted in the film includes a diverse range of identities and gender presentations, from gay men to butch queens to transsexual women.
The film also documents the origins of „voguing“, a dance style in which competing ball-walkers freeze and „pose“ in glamorous positions (as if being photographed for the cover of Vogue). Pop star Madonna would, one year before Paris Is Burning was completed, bring the phenomenon to the mainstream with her number one song „Vogue“.

Diskriminierungsschutz ist nicht teilbar!

Diskriminierungsschutz ist nicht teilbar!
Der Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd) spricht sich für eine zielgruppenübergreifende EG-Gleichbehandlungsrichtlinie im Zivilrecht aus

Ausdrücklich begrüßt der Antidiskriminierungsverband Deutschland den Entwurf der EU-Kommission für eine Richtlinie, die nun auch Menschen, die wegen ihres Alters, ihrer Religion, ihres Geschlechts, wegen einer Behinderung oder ihrer sexuellen Identität im privaten Geschäftsverkehr diskriminiert werden, schützen soll.

Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Frau Dr. Köppen, warnte gestern in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) vor schärferen Diskriminierungsregeln, die ihrer Auffassung zufolge ein Schlag für die deutsche Wirtschaft bedeuten würde. Mit dieser erneuten öffentlichen Entgleisung signalisiert Frau Dr.
Köppen insbesondere von Diskriminierung Betroffenen, dass sie gar kein Interesse daran hat, in Deutschland einen tatsächlich umfassenden Diskriminierungsschutz zu etablieren. Seit ihrem Amtsantritt plädiert und engagiert sie sich ausschließlich für die Wirtschaftsverbände und deren Interessen.

Aufs Schärfste verurteilt der advd diese Haltung von Frau Dr. Köppen. Er fordert die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes auf, statt die menschenrechtlichen Grundbestimmungen der EG-Gleichbehandlungsrichtlinien zu blockieren, sich innerhalb der CDU/CSU und der Wirtschaft für einen umfassenden Diskriminierungsschutz stark zu machen. Diskriminierungsschutz ist nicht teilbar!

Als advd stellen wir uns auf die Seite der Betroffenen: Beim Schutz vor Diskriminierung bei Abschluss von Versicherungen, beim Zugang zu Diskotheken oder der Anmietung einer Wohnung darf es keine Hierarchie geben.

Kontakt:
Banu Bambal, ADB Köln/Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V.
Tel.: 0221 510 18 47

Hartmut Reiners, Anti-Rassismus Informations-Centrum, ARIC-NRW e.V.
Tel.: 0203 28 48 73

AntiDiskriminierungsBüro (ADB) Köln/
Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V.
Keupstr. 93 51063 Köln
Tel.: 0221 510 18 47
Fax.: 0221 952 11 26
info@oegg.de
www.oegg.de

IN TRANSIT 08

Am 11. Juni startet im Haus der Kulturen der Welt das Performing Arts Festival IN TRANSIT 08. Unter dem Motto „Singularities“ stehen zehn Tage lang nicht nur Tanz, Theater, Happenings und Performances aus aller Welt auf dem Programm, sondern auch eine Reihe von Lectures.
Am Freitag, dem 13. Juni, sprechen der Philosoph Brian Massumi und die Philosophin und Tänzerin Erin Manning aus Kanada über „Propositions for Thought in Motion: Preface to Research-Creation“. Am Samstag, dem 14. Juni, erörtert die brasilianische Psychoanalytikerin, Kulturkritikerin und Kuratorin Suely Rolnik die Arbeiten der brasilianischen Künstlerin Lygia Clark. Rolnik hat mit Felix Guattari das vielbeachtete „Micropolitica. Cartografias do desejo“ verfasst.
André Lepecki, Professor an der New York University und Kurator von IN TRANSIT, geht am Sonntag, dem 15. Juni, der Frage der Bedeutung von Performance heute nach und untersucht die Rückschlüsse auf den postkolonialen Zustand der globalisierten Welt. Am Dienstag, dem 17. Juni reflektiert der Choreograf Hooman Sharifi (Iran/Norwegen) über das Thema Trauer. Der Politikwissenschaftler Ismail Fayed aus Ägypten spricht am Mittwoch, dem 18. Juni über „Transformation and Space: Piracy, Subjectivity and Masculinity in a Global Context“. Das Kollektiv Xurban_Collective (Türkei/USA) widmet sich am Donnerstag, dem 19. Juni der Akropolis von Pergamon, die bekanntlich im Berliner Museum steht.
Am Freitag, dem 20. Juni, untersucht die Theaterwissenschaftlerin Erika Fischer-Lichte die Vernetzung von Theaterkulturen zu Beginn des 20. Jahrhunderts und heute. Und zum Abschluss sprechen am Samstag, dem 21. Juni, die Performer Lin Hixson und Matthew Goulish über ihr Theaterkollektiv Goat Island, das im Rahmen von IN TRANSIT 08 zum letzten Mal auftritt.
Wochentags finden die Lectures um 18.30 Uhr statt, samstags und sonntags um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei, die Lectures finden auf Englisch statt. Darüber hinaus gibt es Kunst im ganzen Haus: Im Foyer baut Thomas Lehmen eine Installation auf, in dem Besucher eingeladen sind, ihr Wissen weiter zu geben. Lilibeth Cuenca rekonstruiert auf der Dachterrasse berühmte Auftritte von Ikonen wie Yves Klein, Marina Abramovic, Yoko Ono oder Nam June Paik. Und die Palästinensin Raaeda Saadeh greift mit ihrer Arbeit über Mauern über die Grenzen des Hauses hinaus in den Tiergarten und in die Stadt.

VERANSTALTUNGSORT:
Haus der Kulturen der Welt
John-Foster-Dulles-Allee 10
10557 Berlin